VA-Reihe: Stabil im Absturz! Ursachen und Verlauf der Krise

Veranstaltungsreihe zur Krise im Mai in der VHS Chemnitz:

Mit der „Kernschmelze der Finanzwirtschaft“ vom Oktober 2008 sehen viele Beobachter die tiefste Wirtschaftskrise seit der großen Depression Anfang der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts gekommen.
Mittlerweile befindet sich auch die Eurozone mittendrin, die Volkswirtschaften von Griechenland, Portugal, Spanien und Italien befinden sich am Abgrund. Nach Meinung der Bundesregierung hätten diese südlichen Staaten zu lange über ihre Verhältnisse gelebt und müssten nun die Rechnung bezahlen. Finanzielle Hilfe wird an strenge Auflagen und eine Spardiktatur gebunden, was bisher nur zum weiteren Einbruch der Wirtschaftsleistung und zum Anwachsen der Defizite der jeweiligen Länder geführt hat.
Die deutsche Sparpolitik wird daher von Kritiker_innen als katastrophal eingeschätzt. Statt eines Sparkonzepts sollten Finanzmärkte und Wirtschaft mit billigem Geld angekurbelt werden. Wenn die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, werden die Schulden wieder abgebaut, lautet das Credo des keynesianischen Wirtschaftsmodells. Was aber, wenn die Verschuldung nicht zu neuem Wachstum führt, sondern nur zu neuen Schulden?

Ursachen der Krise: 8. Mai 2013, 18:45-20:15 Uhr,
Krisenbewältigung in der Krise: 22. Mai 2013, 18:45-20:15 Uhr
Grenzen einer keynesianischen Krisenbewältigung: 5. Juni 2013, 18:45-20:15 Uhr

Die Reihe wird veranstaltet durch das Bildungskollektiv Chemnitz. Die Veranstaltungen haben einführenden Charakter und wollen anhand aktueller Kontroversen zu einer kritischen und grundlegenden Auseinandersetzung mit der aktuellen Krise anregen. Sie sind entgeldfrei und finden in Räumen der VHS statt.