Comments on: Play with Fire. Veranstaltungsreihe zu Regression und Repolitisierung in Pop- und Subkulturen http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/ Termine und Diskussionen linker Gruppen aus Chemnitz Wed, 20 Jun 2018 03:19:29 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: peter http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6759 Sun, 09 Dec 2012 18:44:51 +0000 http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6759 habt ihr keine arbeit? oder wer bezahlt solche einträge? kapier ich nich! habt ihr keine arbeit? oder wer bezahlt solche einträge? kapier ich nich!

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by: classless Kulla » Blog Archive » Nächste Auftritte: Musik, Vorträge & Diskussion http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6706 Wed, 28 Nov 2012 13:33:38 +0000 http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6706 [...] classless KullaMit Feinden wie mir - wer braucht da noch Freunde!« Vollziehende Gewalt Nächste Auftritte: Musik, Vorträge & Diskussion November 28th, 2012 Do, 29.11.2012, Hamburg, Golem: Konzert mit Istari LasterfahrerSa, 08.12.2012,Karl-Marx-Stadt, Lokomov Augustusburger Straße, 19 Uhr: Sympathy for the Devil – Zum kommenden Aufstand (Diskussion mit Robert Feustel & mir)Sa, 15.12.2012, Berlin, (tba): Auflegen bei Antifa-Soliparty in LichtenbergSa, 05.01.2013, Sulzbach-Rosenberg, Bureau: Vortrag EntschwörungstheorieMi, 09.01.2013, Köln, King Georg: Buchvorstellung “Leben im Rausch”Fr, 11.01.2013, Wien, 7*stern: Buchvorstellung “Leben im Rausch” This entry was posted on Wednesday, November 28th, 2012 at 15:33 and is filed under Breakcore, Categorized, Entschwörung, Rausch & Mittel Leave a Reply Name (required) Mail (will not be published) (required) Website [...] […] classless KullaMit Feinden wie mir – wer braucht da noch Freunde!« Vollziehende Gewalt Nächste Auftritte: Musik, Vorträge & Diskussion November 28th, 2012 Do, 29.11.2012, Hamburg, Golem: Konzert mit Istari LasterfahrerSa, 08.12.2012,Karl-Marx-Stadt, Lokomov Augustusburger Straße, 19 Uhr: Sympathy for the Devil – Zum kommenden Aufstand (Diskussion mit Robert Feustel & mir)Sa, 15.12.2012, Berlin, (tba): Auflegen bei Antifa-Soliparty in LichtenbergSa, 05.01.2013, Sulzbach-Rosenberg, Bureau: Vortrag EntschwörungstheorieMi, 09.01.2013, Köln, King Georg: Buchvorstellung “Leben im Rausch”Fr, 11.01.2013, Wien, 7*stern: Buchvorstellung “Leben im Rausch” This entry was posted on Wednesday, November 28th, 2012 at 15:33 and is filed under Breakcore, Categorized, Entschwörung, Rausch & Mittel Leave a Reply Name (required) Mail (will not be published) (required) Website […]

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by: E. A. Voll http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6298 Sat, 08 Sep 2012 12:06:17 +0000 http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6298 Zunächst einmal möchte ich an dieser Stelle meiner Enttäuschung darüber Ausdruck verleihen, dass sich auch nach Wochen hier offenbar weder jemand vom bk noch von den Veranstaltern der Vortragsreihe dazu genötigt fühlt, auf den Unsinn, der da oben steht, kritisch zu reagieren. Stattdessen bleibt's einfach so stehen. Das ist wirklich arm. @Trauform: "Ohne jetzt blind Partei für Frei.Wild zu ergreifen..." In der Tat ist dein Kommentar ein halbwegs geschickter Versuch der Parteinahme. Da wird durch die Verlagerung der Debatte auf allgemeine politische Fragen und deren mehr oder weniger ausgeführte Beantwortung mit gesellschaftlichen Gemeinplätzen eben eine Grauzone konstruiert, an deren Kritik man im Kulturbetrieb regelmäßig scheitert, weil die Kulturtreibenden von radikaler Gesellschaftskritik allzu oft keine Ahnung haben. Da wird dann notwendigerweise alle Nase lang vor dem Dogma der Toleranz gegenüber subkultureller weirdness jedweder Couleur kapituliert. Denn dass die Meinungsfreiheit als höchstes Gut zu achten ist, hat man schließlich schon in der Schule oder im Zuge der friedlichen "Revolution" von 1989 gelernt. Wer sich erlaubt, diesen Popanz nicht mitzumachen, indem er vor dem ungeschriebenen Kritikverbot gegenüber einer kulturellen Nebelregion nicht halt macht, wird dann zumeist mit fadenscheinigen Argumenten zu erledigen versucht: Dieser oder jener Quatsch gehöre nun einmal zu einer bestimmten Subkultur dazu. Man könne die ganze Sache nur verstehen, wenn man selbst dazugehöre – sich also mit dem Gegenstand der Kritik identifiziere, was einfach jede Kritik erledigt – oder sich zumindest ganz genau mit der jeweiligen Band, der Szene oder dem "historischen Hintergrund" auseinandergesetzt habe. Da wird also zunächst einmal das Selbstopfer des Kritikers eingefordert, der einen Teil seiner Lebenszeit mit dem peniblen Studium irgendwelcher subkultureller Belanglosigkeiten (Todesumstände, Originalbesetzungen, Interpretation geschmackloser Texte ohne und Geist, Gewitztheit, Poesie) vergeuden und sich dabei halb zu Tode langweilen soll, eher er ernstgenommen wird. Der Fehler vieler eigentlich vernünftiger Kritiker ist, sich auf diesen Klamauk auch noch einzulassen, um dann immer wieder die Erfahrung zu machen, dass die Binsenweisheit "Don't argue with an idiot, he'll darg you down to his level and beat you with expierience." schon ihre Wahrheit hat. Bei deiner ganzen Argumentation fällt einem schon mal rein begrifflich eines auf. Immer wenn sich positiv auf Nationalismus bezogen wird, dann ist vom Patriotismus oder zumindest vom Minoritätennationalismus die Rede. Ansonsten heißt's Nationalismus, Nationalismus der Mehrheit oder chauvinistischer Nationalismus. Das erinnert ein wenig an die Rede vom Casino- oder Raubtierkapitalismus. Da wird offensichtlich der Versuch unternommen, eher formale Unterschiede schon einmal vorbereitend zu wesentlichen inhaltlichen Unterschieden zu verklären oder eben einfach wesentliche inhaltliche Differenzen zu behaupten, wo keine sind. So kommt man zu der Auffassung, ein gewaltfreier Minderheitennationalismus müsse "anders behandelt werden", also auch anders kritisiert werden, als ein dem Wesen nach gewaltvoller Nationalismus der Mehrheit. Es ist aber ein und dieselbe Suppe. Um zu sehen, dass Patriotismus nur ein anderes Wort für Nationalismus ist, dass einfach weniger martialisch klingt, genügen die ersten Zeilen irgendeines Lexikonartikels zu diesem Begriff. Da wird schon klar: Der Patriotismus ist eine nationale Ideologie, ein nationaler Ismus, also Nationalismus, eine Gemeinwesenideologie, die sich als "Vaterlandsliebe" an einem bestimmten Landstrich (mit dem ganzen Rattenschwanz von "Land und Leuten") festmacht. Als Kategorien einer inhaltlichen Kritik taugen die Mitgliederzahlen irgendeiner patriotischen Gemeinde da genauso wenig wie die Frage, ob der jeweiligen "Vaterlandsliebe" nun friedlich oder mit Gewalt Ausdruck verliehen wird. Dann wird versucht, den Minoritätennationalismus mit dem Argument besserzustellen, er sei stets mit einem Freiheitskampf verbunden, sei also Befreiungsnationalismus. Außerdem müssten doch einmal die expliziten Differenzen zwischen dem Nationalismus einer Minderheit und dem eines Staates beachtet werden. Minoritätennationalismus wird hier als ein Kampf für "Freiheit" irgendwelcher NGOs einem Nationalismus als unterdrückerische Staatsideologie gegenübergestellt. Als Beispiele für den scheinbar ehrbaren Nationalismus ersterer Ausprägung werden dann Basken, Kurden, alte Iren und schließlich Südtiroler bemüht. Man möchte fast noch die Hamas dazuschreiben. Hier sollte man sich ernstlich einmal fragen, auf welche Art "Freiheit" die jeweiligen Nationalismen hinaus wollen. Da muss man erstmal konstatieren: Weder ein völkischer noch ein bürgerlicher Nationalismus ist überhaupt in der Lage, Freiheit in dem Sinne zu verwirklichen, dass die Individuen aus sozialen und politischen Zwangsverhältnissen sich emanzipieren und ohne Angst verschieden sein können. Der völkische Nationalismus kennt überhaupt keine Freiheit, außer die Vernunftfreiheit und der bürgerliche kennt die Freiheit nur als Rechtstitel, endlich als Privateigentum. Mit der Unterscheidung zwischen dem Nationalismus einer NGO als tendenziell emanzipatorisch und dem eines Staates oder "Staatsvolks" als tendenziell unterdrückerisch ist da jedenfalls nichts anzufangen. Der Unterschied zwischen Staat und NGO liegt lediglich im Besitz des Gewaltmonopols. Die einen haben es und die andern wollen es beschneiden oder beanspruchen es ganz für sich. Um zu versichern, dass es der gewaltlose Befreiungsnationalismus der Südtiroler wirklich nur gut meine, folgt schließlich die Behauptung, da gänge es um etwas ganz anders als bspw. beim "chauvinistische Nationalismus" in Deutschland. Man sei überwiegend moderat und dringe auch nicht auf eine Abspaltung von Italien. Vielmehr begnüge man sich mit der Denkmalpflege deutscher Identität in Form von "Sprache, Kultur etc.". Als zusätzliche Barriere vor jeder Kritik wird dann noch das Argument aufgebaut, das Verständnis bzw. Verhältnis von links und rechts sei in Südtirol differenzierter, komplizierter und "aus bundesdeutscher Sicht kaum erfassbar". Man müsse sich also – das wird impliziert – auch mit der Kritik etwas zurückhalten. Mit letzterem Argument ist doch nichts anderes gemeint, als dass die Rechten in Südtirol nicht automatisch Neonazis sind und es – Oh Wunder! – dort auch linke Patrioten gibt. Das versteht der deutsche Staatsbürger nun offenbar gar nicht, weil ihm der Rechte offenbar immer gleich ein Nationalist (und kein Patriot) oder gar Neonazi ist. Das trifft aber doch nur auf die Leute zu, die an menschenverachtenden Ideologien ohnehin erst dann was auszusetzen haben, wenn diese die Grenzen des gesellschaftlichen Konsenses übertreten, also bspw. in der Form von Neonazismus und ähnlichem Gedankengut auftreten oder einmal praktisch werden, indem mal hier, mal da ein Ausländer von einem nazistischen Terrorkommando erschossen wird. Da wird dann bei allem was irgendwie verdächtig vorkommt penibel nach Spurenelementen "rechtsextremer" Einstellungen oder nach Rechtsverstößen gesucht. Den Fehler machen, meiner Auffassung nach, auch allzu oft die eigentlich vernünftigen Kritiker ekelhafter Subkultur. Im Übrigen ist es auf jeden Fall eine Untertreibung, dass es beim Patriotismus in Südtirol und auch bei freiwild nur um "Sprache und Kultur, etc." gänge. Man braucht sich nur einmal das offizielle Video zum Song "Wahre Werte" anzusehen, um zu wissen: Hier wird eine reaktionäre Blut-und-Boden-Ideologie besungen. Dann doch lieber Warenwerte! Ein Nationalismus, der gegenüber dem Rückfall in die Volksgemeinschaft – der von freiwild recht offen propagiert wird – noch sein Recht hätte, wäre einer, der sich wenigstens explizit und ausschließlich zu bürgerlicher Ideologie bekennt, z. B. so: „America means civil liberties. Patriotism means defending them.“ (http://stallman.org/flag_set.png) Zunächst einmal möchte ich an dieser Stelle meiner Enttäuschung darüber Ausdruck verleihen, dass sich auch nach Wochen hier offenbar weder jemand vom bk noch von den Veranstaltern der Vortragsreihe dazu genötigt fühlt, auf den Unsinn, der da oben steht, kritisch zu reagieren. Stattdessen bleibt’s einfach so stehen. Das ist wirklich arm.

@Trauform:

„Ohne jetzt blind Partei für Frei.Wild zu ergreifen…“

In der Tat ist dein Kommentar ein halbwegs geschickter Versuch der Parteinahme. Da wird durch die Verlagerung der Debatte auf allgemeine politische Fragen und deren mehr oder weniger ausgeführte Beantwortung mit gesellschaftlichen Gemeinplätzen eben eine Grauzone konstruiert, an deren Kritik man im Kulturbetrieb regelmäßig scheitert, weil die Kulturtreibenden von radikaler Gesellschaftskritik allzu oft keine Ahnung haben. Da wird dann notwendigerweise alle Nase lang vor dem Dogma der Toleranz gegenüber subkultureller weirdness jedweder Couleur kapituliert. Denn dass die Meinungsfreiheit als höchstes Gut zu achten ist, hat man schließlich schon in der Schule oder im Zuge der friedlichen „Revolution“ von 1989 gelernt.

Wer sich erlaubt, diesen Popanz nicht mitzumachen, indem er vor dem ungeschriebenen Kritikverbot gegenüber einer kulturellen Nebelregion nicht halt macht, wird dann zumeist mit fadenscheinigen Argumenten zu erledigen versucht: Dieser oder jener Quatsch gehöre nun einmal zu einer bestimmten Subkultur dazu. Man könne die ganze Sache nur verstehen, wenn man selbst dazugehöre – sich also mit dem Gegenstand der Kritik identifiziere, was einfach jede Kritik erledigt – oder sich zumindest ganz genau mit der jeweiligen Band, der Szene oder dem „historischen Hintergrund“ auseinandergesetzt habe. Da wird also zunächst einmal das Selbstopfer des Kritikers eingefordert, der einen Teil seiner Lebenszeit mit dem peniblen Studium irgendwelcher subkultureller Belanglosigkeiten (Todesumstände, Originalbesetzungen, Interpretation geschmackloser Texte ohne und Geist, Gewitztheit, Poesie) vergeuden und sich dabei halb zu Tode langweilen soll, eher er ernstgenommen wird. Der Fehler vieler eigentlich vernünftiger Kritiker ist, sich auf diesen Klamauk auch noch einzulassen, um dann immer wieder die Erfahrung zu machen, dass die Binsenweisheit „Don‘t argue with an idiot, he‘ll darg you down to his level and beat you with expierience.“ schon ihre Wahrheit hat.

Bei deiner ganzen Argumentation fällt einem schon mal rein begrifflich eines auf. Immer wenn sich positiv auf Nationalismus bezogen wird, dann ist vom Patriotismus oder zumindest vom Minoritätennationalismus die Rede. Ansonsten heißt’s Nationalismus, Nationalismus der Mehrheit oder chauvinistischer Nationalismus. Das erinnert ein wenig an die Rede vom Casino- oder Raubtierkapitalismus. Da wird offensichtlich der Versuch unternommen, eher formale Unterschiede schon einmal vorbereitend zu wesentlichen inhaltlichen Unterschieden zu verklären oder eben einfach wesentliche inhaltliche Differenzen zu behaupten, wo keine sind. So kommt man zu der Auffassung, ein gewaltfreier Minderheitennationalismus müsse „anders behandelt werden“, also auch anders kritisiert werden, als ein dem Wesen nach gewaltvoller Nationalismus der Mehrheit. Es ist aber ein und dieselbe Suppe.

Um zu sehen, dass Patriotismus nur ein anderes Wort für Nationalismus ist, dass einfach weniger martialisch klingt, genügen die ersten Zeilen irgendeines Lexikonartikels zu diesem Begriff. Da wird schon klar: Der Patriotismus ist eine nationale Ideologie, ein nationaler Ismus, also Nationalismus, eine Gemeinwesenideologie, die sich als „Vaterlandsliebe“ an einem bestimmten Landstrich (mit dem ganzen Rattenschwanz von „Land und Leuten“) festmacht. Als Kategorien einer inhaltlichen Kritik taugen die Mitgliederzahlen irgendeiner patriotischen Gemeinde da genauso wenig wie die Frage, ob der jeweiligen „Vaterlandsliebe“ nun friedlich oder mit Gewalt Ausdruck verliehen wird.

Dann wird versucht, den Minoritätennationalismus mit dem Argument besserzustellen, er sei stets mit einem Freiheitskampf verbunden, sei also Befreiungsnationalismus. Außerdem müssten doch einmal die expliziten Differenzen zwischen dem Nationalismus einer Minderheit und dem eines Staates beachtet werden. Minoritätennationalismus wird hier als ein Kampf für „Freiheit“ irgendwelcher NGOs einem Nationalismus als unterdrückerische Staatsideologie gegenübergestellt. Als Beispiele für den scheinbar ehrbaren Nationalismus ersterer Ausprägung werden dann Basken, Kurden, alte Iren und schließlich Südtiroler bemüht. Man möchte fast noch die Hamas dazuschreiben.

Hier sollte man sich ernstlich einmal fragen, auf welche Art „Freiheit“ die jeweiligen Nationalismen hinaus wollen.
Da muss man erstmal konstatieren: Weder ein völkischer noch ein bürgerlicher Nationalismus ist überhaupt in der Lage, Freiheit in dem Sinne zu verwirklichen, dass die Individuen aus sozialen und politischen Zwangsverhältnissen sich emanzipieren und ohne Angst verschieden sein können. Der völkische Nationalismus kennt überhaupt keine Freiheit, außer die Vernunftfreiheit und der bürgerliche kennt die Freiheit nur als Rechtstitel, endlich als Privateigentum. Mit der Unterscheidung zwischen dem Nationalismus einer NGO als tendenziell emanzipatorisch und dem eines Staates oder „Staatsvolks“ als tendenziell unterdrückerisch ist da jedenfalls nichts anzufangen. Der Unterschied zwischen Staat und NGO liegt lediglich im Besitz des Gewaltmonopols. Die einen haben es und die andern wollen es beschneiden oder beanspruchen es ganz für sich.

Um zu versichern, dass es der gewaltlose Befreiungsnationalismus der Südtiroler wirklich nur gut meine, folgt schließlich die Behauptung, da gänge es um etwas ganz anders als bspw. beim „chauvinistische Nationalismus“ in Deutschland. Man sei überwiegend moderat und dringe auch nicht auf eine Abspaltung von Italien. Vielmehr begnüge man sich mit der Denkmalpflege deutscher Identität in Form von „Sprache, Kultur etc.“. Als zusätzliche Barriere vor jeder Kritik wird dann noch das Argument aufgebaut, das Verständnis bzw. Verhältnis von links und rechts sei in Südtirol differenzierter, komplizierter und „aus bundesdeutscher Sicht kaum erfassbar“. Man müsse sich also – das wird impliziert – auch mit der Kritik etwas zurückhalten.

Mit letzterem Argument ist doch nichts anderes gemeint, als dass die Rechten in Südtirol nicht automatisch Neonazis sind und es – Oh Wunder! – dort auch linke Patrioten gibt. Das versteht der deutsche Staatsbürger nun offenbar gar nicht, weil ihm der Rechte offenbar immer gleich ein Nationalist (und kein Patriot) oder gar Neonazi ist. Das trifft aber doch nur auf die Leute zu, die an menschenverachtenden Ideologien ohnehin erst dann was auszusetzen haben, wenn diese die Grenzen des gesellschaftlichen Konsenses übertreten, also bspw. in der Form von Neonazismus und ähnlichem Gedankengut auftreten oder einmal praktisch werden, indem mal hier, mal da ein Ausländer von einem nazistischen Terrorkommando erschossen wird. Da wird dann bei allem was irgendwie verdächtig vorkommt penibel nach Spurenelementen „rechtsextremer“ Einstellungen oder nach Rechtsverstößen gesucht. Den Fehler machen, meiner Auffassung nach, auch allzu oft die eigentlich vernünftigen Kritiker ekelhafter Subkultur.

Im Übrigen ist es auf jeden Fall eine Untertreibung, dass es beim Patriotismus in Südtirol und auch bei freiwild nur um „Sprache und Kultur, etc.“ gänge. Man braucht sich nur einmal das offizielle Video zum Song „Wahre Werte“ anzusehen, um zu wissen: Hier wird eine reaktionäre Blut-und-Boden-Ideologie besungen. Dann doch lieber Warenwerte!

Ein Nationalismus, der gegenüber dem Rückfall in die Volksgemeinschaft – der von freiwild recht offen propagiert wird – noch sein Recht hätte, wäre einer, der sich wenigstens explizit und ausschließlich zu bürgerlicher Ideologie bekennt, z. B. so: „America means civil liberties. Patriotism means defending them.“ (http://stallman.org/flag_set.png)

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by: Karl G. Alt http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6170 Sat, 18 Aug 2012 07:28:53 +0000 http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6170 Apropos Prodomo über Kulla (und Torsun): http://www.classless.org/2012/03/08/da-wo-man-singt/ Apropos Prodomo über Kulla (und Torsun):

http://www.classless.org/2012/03/08/da-wo-man-singt/

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by: classless Kulla » Blog Archive » Die nächsten Auftritte http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6169 Sat, 18 Aug 2012 07:25:16 +0000 http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6169 [...] Kulla » Blog Archive » Die nächsten Auftritte classless KullaMit Feinden wie mir - wer braucht da noch Freunde!« Thale → Berlin Heute:» Die nächsten Auftritte August 10th, 2012 Sa, 11.08.2012, Rettenbach, Kastell Windsor/grünes Sommercamp: Vortrag“Leben im Rausch”Fr, 17.08.2012, Neuruppin, Jugenddorf am Ruppiner See: Workshop zu AntisemitismusMo, 20.08.2012, Berlin, JFE Linse, 19 Uhr: Vortrag “Entschwörungstheorie”Sa, 01.09.2012, Berlin, (tba): Auflegen bei Antifa-Soliparty in LichtenbergMi, 12.09.2012, Berlin, Tristeza, 20 Uhr: Klassenkampf – Über Sinn und Unsinn eines politischen Konzepts (Diskussion mit Interkomm, ANA & mir)Sa, 13.10.2012, Jena, JG Stadtmitte: Record Release Show “Auf- & Zustände” mit Istari LasterfahrerMi, 24.10.2012, Berlin, Eschschloraque: Konzert mit Istari LasterfahrerFr, 26.10.2012, Halle, VL: Konzert mit Istari LasterfahrerSa, 08.12.2012, Karl-Marx-Stadt, Lokomov Augustusburger Straße: Sympathy for the Devil – Zum kommenden Aufstand (Diskussion mit Robert Feustel & mir) This entry was posted on Friday, August 10th, 2012 at 13:11 and is filed under Categorized Leave a Reply Name (required) Mail (will not be published) (required) Website [...] […] Kulla » Blog Archive » Die nächsten Auftritte classless KullaMit Feinden wie mir – wer braucht da noch Freunde!« Thale → Berlin Heute:» Die nächsten Auftritte August 10th, 2012 Sa, 11.08.2012, Rettenbach, Kastell Windsor/grünes Sommercamp: Vortrag“Leben im Rausch”Fr, 17.08.2012, Neuruppin, Jugenddorf am Ruppiner See: Workshop zu AntisemitismusMo, 20.08.2012, Berlin, JFE Linse, 19 Uhr: Vortrag “Entschwörungstheorie”Sa, 01.09.2012, Berlin, (tba): Auflegen bei Antifa-Soliparty in LichtenbergMi, 12.09.2012, Berlin, Tristeza, 20 Uhr: Klassenkampf – Über Sinn und Unsinn eines politischen Konzepts (Diskussion mit Interkomm, ANA & mir)Sa, 13.10.2012, Jena, JG Stadtmitte: Record Release Show “Auf- & Zustände” mit Istari LasterfahrerMi, 24.10.2012, Berlin, Eschschloraque: Konzert mit Istari LasterfahrerFr, 26.10.2012, Halle, VL: Konzert mit Istari LasterfahrerSa, 08.12.2012, Karl-Marx-Stadt, Lokomov Augustusburger Straße: Sympathy for the Devil – Zum kommenden Aufstand (Diskussion mit Robert Feustel & mir) This entry was posted on Friday, August 10th, 2012 at 13:11 and is filed under Categorized Leave a Reply Name (required) Mail (will not be published) (required) Website […]

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by: Traufom http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6145 Wed, 15 Aug 2012 22:09:16 +0000 http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6145 Ohne jetzt blind Partei für Frei.Wild zu ergreifen, (sie sind durchaus Künstler, die mit Vorsicht zu genießen sind) meine ich, dass der Begriff "nationalistisch" so nicht zutrifft. Meine Kritik basiert eher auf der Vergangenheit mancher Mitglieder, als auf dem aktuellen Liedgut. Was ich eigentlich sagen will, ist, dass meiner Meinung nach bei solch einem Liedgut ausnahmslos sowohl auf die gegenwärtige als auch historische Lage der besungenen Region Bezug genommen werden sollte. Ich verweise jetzt gewiss nicht auf etwas, was einmal geschah, (wobei man auch den historischen Kontext beachten sollte, da dieser im Falle Südtirols sicherlich auch die Gegenwart prägt/e) sondern auf die Hintergründe der Gegenwart. Ich sehe explizite Differenzen zwischer einer Minorität und einem normalen Staat. An dieser Stelle würde ich auch auf keinen Fall Paralellen zu Deutschland zieht, da es meines Erachtens nicht korrekt wäre. Viel mehr würde ich die Lage mit Basken, (fernab des ETA-Terrors gibt es noch, wie die Medien sie titulieren, linke Patrioten) den alten Iren, den Kurden usw. vergleichen. Ich behaupte, dass Südtirol-Patriotismus etwas Anderes ist und für etwas steht, als es etwas der chauvinistische Nationalismus in Deutschland ist/tut. Auch das links/rechts-Verständnis ist etwas differenzierter und aus bundesdeutscher Sicht kaum erfassbar! Da ich gerne übertreibe, sage ich, dass der Patriotismus einer Minderheit (auch wenn er etwas überzogen ist) mit einem Freiheitskampf verbunden ist. Womit ich nicht impliziere, dass alle Südtiroler eine Abspaltung von Italien fordern, (Das machen auch Frei.Wild nicht, viel mehr bekundet der Sänger sich als "italienischer Staatsbürger deutscher Muttersprache" zu fühlen. Quelle=Mailverkehr mit Johannes Radke) sondern dass viele Südtiroler sich bewusst als Südtiroler deklarieren und sich nie als Italiener bezeichnen würden. Eben jene legen auch großen Wert auf die Erhaltung der Sprache, Kultur etc.. Ich mache auch die Südtiroler-Mentalität, eben jene die von FW transportiert wird, dafür verantwortlich, dass diese Region trotz all der brutalen Itilianisierungsversuchen der italienischen Faschisten immer noch deart agiert. Ich würde das etwas differenzierter beobachten! Beste Grüße! P.s.: Selbst Minoritätsnationalismus müsste anders behandelt werden als Majoraritätsnationalismus Ohne jetzt blind Partei für Frei.Wild zu ergreifen, (sie sind durchaus Künstler, die mit Vorsicht zu genießen sind) meine ich, dass der Begriff „nationalistisch“ so nicht zutrifft. Meine Kritik basiert eher auf der Vergangenheit mancher Mitglieder, als auf dem aktuellen Liedgut. Was ich eigentlich sagen will, ist, dass meiner Meinung nach bei solch einem Liedgut ausnahmslos sowohl auf die gegenwärtige als auch historische Lage der besungenen Region Bezug genommen werden sollte. Ich verweise jetzt gewiss nicht auf etwas, was einmal geschah, (wobei man auch den historischen Kontext beachten sollte, da dieser im Falle Südtirols sicherlich auch die Gegenwart prägt/e) sondern auf die Hintergründe der Gegenwart. Ich sehe explizite Differenzen zwischer einer Minorität und einem normalen Staat. An dieser Stelle würde ich auch auf keinen Fall Paralellen zu Deutschland zieht, da es meines Erachtens nicht korrekt wäre. Viel mehr würde ich die Lage mit Basken, (fernab des ETA-Terrors gibt es noch, wie die Medien sie titulieren, linke Patrioten) den alten Iren, den Kurden usw. vergleichen. Ich behaupte, dass Südtirol-Patriotismus etwas Anderes ist und für etwas steht, als es etwas der chauvinistische Nationalismus in Deutschland ist/tut. Auch das links/rechts-Verständnis ist etwas differenzierter und aus bundesdeutscher Sicht kaum erfassbar! Da ich gerne übertreibe, sage ich, dass der Patriotismus einer Minderheit (auch wenn er etwas überzogen ist) mit einem Freiheitskampf verbunden ist. Womit ich nicht impliziere, dass alle Südtiroler eine Abspaltung von Italien fordern, (Das machen auch Frei.Wild nicht, viel mehr bekundet der Sänger sich als „italienischer Staatsbürger deutscher Muttersprache“ zu fühlen. Quelle=Mailverkehr mit Johannes Radke) sondern dass viele Südtiroler sich bewusst als Südtiroler deklarieren und sich nie als Italiener bezeichnen würden. Eben jene legen auch großen Wert auf die Erhaltung der Sprache, Kultur etc.. Ich mache auch die Südtiroler-Mentalität, eben jene die von FW transportiert wird, dafür verantwortlich, dass diese Region trotz all der brutalen Itilianisierungsversuchen der italienischen Faschisten immer noch deart agiert. Ich würde das etwas differenzierter beobachten!
Beste Grüße!

P.s.: Selbst Minoritätsnationalismus müsste anders behandelt werden als Majoraritätsnationalismus

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by: Carl G. Bronsen http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6098 Sat, 11 Aug 2012 12:09:15 +0000 http://bildungskollektiv.blogsport.de/2012/07/31/play-with-fire-veranstaltungsreihe-zu-regression-und-repolitisierung-in-pop-und-subkulturen/#comment-6098 Apropos Daniel Kulla: http://www.prodomo-online.org/ausgabe-16/archiv/artikel/n/zwei-nasen-tanken-super.html Apropos Daniel Kulla: http://www.prodomo-online.org/ausgabe-16/archiv/artikel/n/zwei-nasen-tanken-super.html

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