VA-Hinweis: Prekäre Arbeit und soziale Desintegration

Auf folgende Veranstaltung der VHS Chemnitz sei hingewiesen:

Montag, 26.09.2011, 19:00 Uhr VHS im DAStietz
Diskussion mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena), Moderation: Sabine Zimmermann (DGB)

In den letzten Jahren ist es nicht nur in Deutschland zu einer Ausbreitung prekärer (unsicherer) Beschäftigungsverhältnisse gekommen. Diese Zone der Prekarität mit heterogenen Beschäftigungsformen zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht dauerhaft Existenz sichernd sind. Dazu gehören Leih- und Zeitarbeit, niedrig entlohnte Beschäftigung, erzwungene Teilzeitarbeit und befristete Stellen ebenso wie Mini- und Midi-Jobs, abhängige Selbstständigkeit oder sozialpolitisch geförderte Arbeitsgelegenheiten. Einher geht damit ein massiver gesellschaftlicher Desintegrationsprozess, der weitreichende Auswirkungen auf gesellschaftliche Teilhabe und Gesundheit der prekär Beschäftigten hat. Prof. Dörre analysiert, wie sich die Ausbreitung unsicherer Beschäftigungsformen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirkt.

Prof. Klaus Dörre ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich Schiller-Universität Jena.
Eine Kooperation zwischen Volkshochschule, Deutscher Gewerkschaftsbund und Friedrich-Ebert-Stiftung