Archiv für September 2011

VA-Hinweis: Prekäre Arbeit und soziale Desintegration

Auf folgende Veranstaltung der VHS Chemnitz sei hingewiesen:

Montag, 26.09.2011, 19:00 Uhr VHS im DAStietz
Diskussion mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena), Moderation: Sabine Zimmermann (DGB)

In den letzten Jahren ist es nicht nur in Deutschland zu einer Ausbreitung prekärer (unsicherer) Beschäftigungsverhältnisse gekommen. Diese Zone der Prekarität mit heterogenen Beschäftigungsformen zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht dauerhaft Existenz sichernd sind. Dazu gehören Leih- und Zeitarbeit, niedrig entlohnte Beschäftigung, erzwungene Teilzeitarbeit und befristete Stellen ebenso wie Mini- und Midi-Jobs, abhängige Selbstständigkeit oder sozialpolitisch geförderte Arbeitsgelegenheiten. Einher geht damit ein massiver gesellschaftlicher Desintegrationsprozess, der weitreichende Auswirkungen auf gesellschaftliche Teilhabe und Gesundheit der prekär Beschäftigten hat. Prof. Dörre analysiert, wie sich die Ausbreitung unsicherer Beschäftigungsformen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirkt.

Prof. Klaus Dörre ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich Schiller-Universität Jena.
Eine Kooperation zwischen Volkshochschule, Deutscher Gewerkschaftsbund und Friedrich-Ebert-Stiftung

VA-Hinweis: Integration oder Vielfalt?

Auf folgende Veranstaltung der VHS Chemnitz sei hingewiesen:

Dienstag, 20.09.2011, Vortrag und Diskussion mit Dr. Serhat Karakayali

19:00 – Volkshochschule im DAStietz – Veranstaltungssaal

In den zurückliegenden Jahren ist Integration häufig ordnungspolitisch verstanden worden. Die deutsche Gesellschaft wird als homogen gesehen und die Einwanderer müssen sich dieser Homogenität unterordnen. Integration ist unter diesem Betrachtungswinkel nur noch als Assimilation zu verstehen. Dem entgegen steht ein Konzept, das v vielmehr für eine Anerkennung der Vielfalt und Heterogenität des Zusammenlebens in Deutschland plädiert.
Dr. Serhat Karakayali promovierte über „Gespenster der Migration“. Zurzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der Universität Halle und Mitglied des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung.