Archiv für März 2011

VA-Hinweis: 90 Jahre mitteldeutscher Aufstand“

90 Jahre mitteldeutscher Aufstand

Im März 1921 kam es im Industriegebiet um Halle/Merseburg und dem Mansfelder Land (heute Sachsen-Anhalt mit angrenzenden Gebieten Thüringens und Sachsens) zum letzten großen bewaffneten Aufstand in Deutschland. In der DDR galt dieses Ereignis als bedeutende historische Tat, freilich nur in der sehr eigenwilligen Interpretation der SED. Heute hingegen kommt der Aufstand in der Geschichtsschreibung kaum noch vor – was politisch erklärbar ist, liegt dieses linksradikale Ereignis doch quer zu vielen gesellschaftlichen Entwicklungen.
Es geht um Gestalten wie Max Hoelz oder Karl Plättner, die erklärte Feinde des Kapitalismus waren und die nicht von Parteilinken vereinnahmt werden können.

Bernd Langer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe des Mitteldeutschen Aufstandes zu erhellen und seine Protagonisten vorzustellen.

Mittwoch, 06.04.2011, 19.00 Uhr an der TU Chemnitz – Raum C104
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VA-Hinweis: Friedlich in die Katastrophe? Israel, Iran, Deutschland und die Bombe

Im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur findet am Dienstag, den 22. März 2011, um 19:00 ein Vortrag im Veranstaltungssaal des TIETZ statt mit Matthias Küntzel zum Thema „Friedlich in die Katastrophe? Israel, Iran, Deutschland und die Bombe“

Die Zeitbombe tickt. Wird die internationale Staatengemeinschaft den iranischen Griff zur Bombe noch verhindern können? Berlin ist in dieser Auseinandersetzung besonders exponiert: Deutschland wurde gemeinsam mit den fünf Vetomächten des Sicherheitsrats mit den Iran- Verhandlungen betraut und ist besonders verpflichtet, einem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, entgegenzutreten. Gleichzeitig ist die Bundesrepublik bis heute der mit Abstand wichtigste Handelspartner und der bevorzugte Ansprechpartner der Mullahs im Westen. Die besondere Beziehung
zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Matthias Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin beweist.
Matthias Küntzel, geboren 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist.

Veranstaltungshinweis: Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft

Dienstag 15.03. um 19:00 im Veranstaltungssaal des TIETZ: Veranstaltung mit Marliese Weißmann zum Thema „Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft“

Verfestigte rechtsextreme Einstellungen finden sich nicht nur am Rand der Gesellschaft, sondern auch in deren „Mitte“, – quer durch alle Bevölkerungsschichten, Generationen und Regionen. Zu den Hauptursachen hierfür zählen neben wirtschaftlicher und sozialer Ursachen insbesondere die Unzufriedenheit mit dem Privatleben und ein Gefühl politischer Einflusslosigkeit.
Welche Entwicklungen lassen sich angesichts aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen mit Blick auf den Rechtsextremismus feststellen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Finanz- und Wirtschaftskrise und rechtsextremen Einstellungen? Befindet sich die „Mitte“ in der Krise und bedeutet dies etwa eine Krise der Demokratie? Und was heißt das für Politik und Gesellschaft? (mehr…)