Archiv für Juni 2010

Noch viel zu tun

Ich bin im März 1990 geboren und finde es nervig, dass auf meinem Ausweis steht „geboren in Karl-Marx Stadt“. Ich bin froh, dass diese Stadt seit 20 Jahren nicht mehr den Namen dieses Menschen trägt. Der Kommunismus ist eine absolut menschenunwürdige, toleranzlose und gütelose Ideologie, noch besser gesagt „Religion“, die mit Gewalt versucht, die Menschen von dieser falschen Wahrheit zu überzeugen. Sehr gut sieht man das in China oder Nordkorea, wo die Menschen noch unter dieser Diktatur leiden, etwa in Arbeitslagern. Umso unverständlicher ist es für mich, wie man stolz darauf sein kann, dass die Stadt, in der man wohnt, solch einen schrecklichen Namen wie „Karl-Marx-Stadt“ trägt. Es ist vielmehr eine Schande! Gott sei Dank, dass die Stadt seit 20 Jahren wieder Chemnitz heißt und auch weiter so heißen wird.
Sara Jorde, Reichenhain (FreiePresse Leserpost)

Ich bin auch 19 Jahre alt, wurde jedoch in „Chemnitz“ geboren. Ich finde die Theorien von Karl Marx utopisch und kann nichts damit anfangen. Es wäre regelrecht peinlich, wenn Chemnitz nicht wieder umbenannt worden wäre, und man noch in einer Stadt leben müsste, die den Namen von einem Begründer des Kommunismus trägt. Stattdessen bin ich froh, in Chemnitz zu leben. Das ist meine Heimat und meine Stadt, von der ich auch gerne anderen aus anderen Städten erzähle.
Christiane Steinert, Erfenschlag (FreiePresse Leserpost)

(Via)

Ausstellung „Rechts Rockt Sachsen“

Freitag 11. Juni | AJZ M54 | 15.00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Vertretern des AKUBIZ e.V. Pirna

Eröffnung der Ausstellung „Rechts rockt Sachsen“ des AKUBIZ e.V. Pirna und des a.l.i.a.s. Dresden, die bis zum 25. Juni im AJZ besucht werden kann. Außerdem werden am 22. Juni im M54 zwei Filme gezeigt, die sich mit der gleichen Thematik beschäftigen: „Auf den zweiten Blick. Eine Dokumentation über Rechtsextremismus in Chemnitz“ und „Vogtland: Die Tragödie der Provinz“. Anschließend kann mit den MacherInnen und weiteren Gästen diskutiert werden. (mehr…)