Wie Deutschland seine geostrategischen Interessen auch ohne „Hammer“ durchsetzt – Die Zentralasienstrategie der europäischen Union

Montag 27. April | Kulturkaufhaus DAStietz Veranstaltungssaal | 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Tobias Pflüger (für Die.Linke Mitglied im EU-Parlament, Informationsstelle Militarisierung e.V.)

Im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 wurde, als einer der größten Erfolge aber fast ohne öffentliche Beachtung und kritische Resonanz, die Zentralasienstrategie der EU auf den Weg gebracht. Mit dieser will Deutschland seine Rolle als wichtigster Partner der Region und damit seine Kontrolle über Politik und Entwicklung der zentralasiatischen Staaten, über Energieressourcen und Lieferwege und mit der „Neuen Seidenstrasse“ auch über Transportwege Richtung China sichern und stärken.
Vor dem Hintergrund dieses umfangreichen Maßnahmenpaketes wird das „Verteidigen deutscher Interessen am Hindukusch“ und das deutsche Verhalten im Georgien-Krieg verständlicher und erscheint in neuem Licht. Dabei wird klar, dass sich der scheinbare Unterschied deutscher Außenpolitik als „softer Partner“ im Gegensatz zu aggressiver Großmachtpolitik durch Russland, USA und China nicht widerspruchsfrei aufrechterhalten lässt.

Schwerpunkt des Vortrages wird die Analyse der geostrategischen Ausrichtung neuer europäischer Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik und eine kritische Diskussion dieser Strategien unter friedenspolitischen Gesichtspunkten sein.

Eintritt frei.

(Eine gemeinsame Veranstaltung des JBW e.V., des Rothaus e.V und der Roten Hochschulgruppe Chemnitz mit freundlicher Unterstützung des Jugendbildungsnetzwerkes der Rosa Luxemburg Stiftung)