Symposium: Extremismustheorie in der Kritik

Donnerstag 16. April | 17.30 Uhr
TU Chemnitz, neues Hörsaalgebäude Reichenhainer Straße, N112

Kritik am Extremismusbegriff in Politik und Wissenschaft – Extremismus der Mitte?!

Ist der Extremismusbegriff nur die unwissenschaftliche normative Konstruktion einiger Politikwissenschaftler, die sich der „politischen Mitte“ zugehörig fühlen? Dient er primär der Diskreditierung Andersdenkender in Politik und Wissenschaft?

Die Rote Hochschulgruppe lädt in Zusammenarbeit mit dem Rothaus e.V. und der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag zur Diskussion über den Extremismusbegriff ein. Trotz empirischer Widerlegung gilt es in Politk und Wissenschaft die so genannte „demokratische Mitte der Gesellschaft“ von ihren antidemokratischen Rändern sauber zu halten. „Rechts = Links“ verharmlost dabei nicht nur den ideologischen Charakter der Nazis, es versucht auch gezielt antifaschistische Arbeit zu diskreditieren und verleugnet bei Gefahr der Wiederholung eigene antidemokratische Potentiale aus einem „Extremismus der Mitte.“

In Moderation von Dr. Gerd Wiegel (Politikwissenschaftler an der Uni Marburg) und VertreterInnen der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX) diskutieren Prof. Wolfgang Wippermann (Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin), Helmut Kellershohn (stellv. Direktor des Duisburger Instituts für Sprach und Sozialforschung DISS) und VertreterInnen der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag zur Verantwortung beim Umgang mit demagogischen Kampfbegriffen in Politik und Wissenschaft.

(veranstaltet von der Roten Hochschulgruppe in Zusammenarbeit mit dem Rothaus e.V. und der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag)


1 Antwort auf “Symposium: Extremismustheorie in der Kritik”


  1. 1 bk 29. April 2010 um 8:55 Uhr
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