Archiv für April 2009

Vortrag: Dalai Lama – Fall eines Gottkönigs

Fällt aus!

Vortrag und Diskussion mit Colin Goldner

Der Vortrag wirft einen Blick hinter die Fassade des tibetischen „Gottkönigs“. Er zeigt, dass das „alte Tibet“ unter der Herrschaft der Lamas keineswegs das „Paradies auf Erden“ darstellte, das der Dalai Lama und seine Anhängerschaft stets beschwören, vielmehr die Geschichte des Landes geprägt war von Gewalt und gnadenloser Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen.

Es werden die wesentlichen Glaubensinhalte des tibetischen Buddhismus dargestellt, von Karma und Wiedergeburt hin zu den Wahnvorstellungen von Dämonen, Teufeln und ewiger Höllenpein; der Blick richtet sich zudem auf densystematischen Mißbrauch kleiner Kinder und die frauenverachtenden tantrischen Rituale, die dem Lamaismus wesenseigen sind. Untersucht werden auch die vielgerühmten „Weisheiten“ des Dalai Lama , die sich bei näherer Hinsicht als Platitüden mit teilweise bedenklich rechtslastigem Einschlag entpuppen. (mehr…)

Wie Deutschland seine geostrategischen Interessen auch ohne „Hammer“ durchsetzt – Die Zentralasienstrategie der europäischen Union

Montag 27. April | Kulturkaufhaus DAStietz Veranstaltungssaal | 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Tobias Pflüger (für Die.Linke Mitglied im EU-Parlament, Informationsstelle Militarisierung e.V.)

Im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 wurde, als einer der größten Erfolge aber fast ohne öffentliche Beachtung und kritische Resonanz, die Zentralasienstrategie der EU auf den Weg gebracht. Mit dieser will Deutschland seine Rolle als wichtigster Partner der Region und damit seine Kontrolle über Politik und Entwicklung der zentralasiatischen Staaten, über Energieressourcen und Lieferwege und mit der „Neuen Seidenstrasse“ auch über Transportwege Richtung China sichern und stärken. (mehr…)

Vortrag jetzt hören!

Der Vortrag „Was ist falsch am Extremismusbegriff?“ von INEX steht jetzt bei archive.org zum (nach)hören bereit.

Symposium: Extremismustheorie in der Kritik

Donnerstag 16. April | 17.30 Uhr
TU Chemnitz, neues Hörsaalgebäude Reichenhainer Straße, N112

Kritik am Extremismusbegriff in Politik und Wissenschaft – Extremismus der Mitte?!

Ist der Extremismusbegriff nur die unwissenschaftliche normative Konstruktion einiger Politikwissenschaftler, die sich der „politischen Mitte“ zugehörig fühlen? Dient er primär der Diskreditierung Andersdenkender in Politik und Wissenschaft?

Die Rote Hochschulgruppe lädt in Zusammenarbeit mit dem Rothaus e.V. und der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag zur Diskussion über den Extremismusbegriff ein. Trotz empirischer Widerlegung gilt es in Politk und Wissenschaft die so genannte „demokratische Mitte der Gesellschaft“ von ihren antidemokratischen Rändern sauber zu halten. „Rechts = Links“ verharmlost dabei nicht nur den ideologischen Charakter der Nazis, es versucht auch gezielt antifaschistische Arbeit zu diskreditieren und verleugnet bei Gefahr der Wiederholung eigene antidemokratische Potentiale aus einem „Extremismus der Mitte.“ (mehr…)