Archiv für März 2009

Wrackt’s ab, Rockers! Krise und Kritik des Kapitalismus

Seminarreihe in der Reitbahnstraße 84

Mit der „Kernschmelze der Finanzwirtschaft“ vom Oktober 2008 sieht kaum noch ein Beobachter weniger als die tiefste Wirtschaftskrise seit der großen Depression Anfang der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts für gekommen. Linke wie der Rätekommunist Paul Mattick hielten die damalige Weltwirtschaftskrise für „die Todeskrise des Kapitalismus.“ Tatsächlich aber brach der Kapitalismus nicht in sich zusammen, wurde der Kapitalismus nicht durch eine Revolution hinweggefegt, sondern unter der faschistischen Barbarei im Namen seiner Überwindung neu organisiert. „Die Revolution war nicht da, es kam Auschwitz.“ (Gerhard Stapelfeldt) (mehr…)

Vorträge jetzt hören!

Ab jetzt stehen Mitschnitte des Vortrages „Die Ökonomie des Realsozialismus“ und der anschließenden Diskussion bei archive.org zum Hören bereit.

Außerdem sei auf den Mitschnitt des Vortrages von Roger Behrens „Willkommen im Zombiecasino“ vom 13. September 2008 im AJZ Chemnitz verwiesen, der inzwischen am Jägerzaun bzw. bei archive.org zu finden ist.

Vortrag und Diskussion: Staatenkonkurrenz, Weltwirtschaftskrise und Geopolitik: Wie Kapitalismus und imperiales Machtstreben zusammenhängen.

Mittwoch 15. April | TU Chemnitz 2/HS3, Weinhold Bau
Reichenhainer Str. 70 | 18:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Dr. Tobias ten Brink (Frankfurt am Main)

Die Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten nährt nicht nur in den USA Hoffnung auf eine gerechtere und friedliche Politik. Nach acht Jahren Bush-Doktrin und „Krieg gegen Terror“ sind diese Hoffnungen nur allzu nachvollziehbar.
Doch bereits die ersten Entscheidungen Obamas, wie die Übernahme des republikanischen Verteidigungsministers in sein Kabinett, setzten ein Fragezeichen hinter den vermeintlichen „Change“ in der geopolitischen Strategie der USA.
Tobias ten Brink diskutiert Möglichkeiten und Grenzen einer neuen US-Politik im Kontext anhaltender geopolitischer Rivalitäten und einer krisenhaften Weltwirtschaft. (mehr…)

Vortrag: Was ist falsch am Extremismusbegriff?

Dienstag 24. März | Reitbahnstraße 84 | 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion von der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff

„Die Initiative gegen jeden Extremismusbegriff ruft das Ende des Extremismus aus.“ Antrieb ist ihnen dabei „nicht die Angst, in die Schmuddelecke »linksextrem« gestellt zu werden“, sondern das Ziel, den „Extremismusbegriff in der wissenschaftlichen und in der politischen
Praxis ganz über Bord zu werfen.“ (mehr…)

Die Ökonomie des Realsozialismus

17. März | Reitbahnstraße 84 | 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion

Der „real existierende Sozialismus“ ist zusammengebrochen. Diese Tatsache wird gerne genutzt, um jede Kritik an der marktwirtschaftlichen Ordnung als unrealistische Träumerei abzutun – und damit auch jedes politische Konzept, das eine gemeinschaftlich und planvoll organisierte Ökonomie für eine bessere gesellschaftliche Grundlage hält als den Kapitalismus.

Die gängigen Erklärungen, weshalb die DDR ihren ökonomischen Niedergang erleben „musste“, kümmern sich um die Funktionsweise dieser Wirtschaftsweise wenig. Die ökonomischen Methoden des Realsozialismus werden entweder bloß als Abweichungen vom kapitalistischen Normalgang bestimmt (der sowieso naturgegeben sei) oder es wird gegen die Planwirtschaft eine kooperationsunfähige „Menschennatur“ ins Feld geführt, die angeblich nur dann zum Zusammenleben mit anderen taugt, wenn staatliche Gewalt und wirtschaftliche Existenzangst ihr so richtig Beine machen. (mehr…)