Archiv für April 2008

Unternehmen Krieg – privatisierte Kriegsführung im 21. JH

Seminar mit Dario Azzellini

Freitag, den 16.05.2008 19°° in der Reitbahnstraße 84 in Chemnitz

Der Politikwissenschaftler und Autor des Buches „Unternehmen Krieg“ wird eine Einführung in die Problematik der privatisierten Kriegsführung und der globalen Netzwerke von Militärunternehmen, sowie ihre Rolle als neues Instrument in der internationalen Politik geben.
Das Seminar gibt einen Überblick über die Aktivitäten von mehreren 10.000 Beschäftigten privater Militärfirmen im Irak und wird zeigen welche Gefahr von gut bezahlten Söldnern, deren Leichen keiner zählt und die im quasi rechtsfreien Raum agieren, ausgeht und welche Auswirkungen das auf die Entwicklung heutiger und zukünftiger Konflikte hat, bzw. welche Probleme sich daraus auch für unsere Gesellschaften und die öffentliche Wahrnehmung von Kriegen ergeben. (mehr…)

Lateinamerika – Ein Kontinent in Bewegung

Tagesseminar mit dem Politikwissenschaftler, Autor und Dokumentarfilmer Dario Azzellini

Samstag, den 17.05.2008 11°° – 20°° im Rothaus, Lohstr.2 in Chemnitz

11:00-12:00 Aktueller Überblick über die Situation in Lateinamerika und die jüngsten Entwicklungen: Ecuador/Kolumbien, Wahl in Paraguay, Prozesse in Bolivien und Ecuador… mit Nachfragen und Diskussion.

12:30-14:00 Wie ist die Situation in Venezuela nach dem verlorenen Referendum zur Reformierung der Verfassung? Wie ist die Stimmung in der Bevölkerung? Wie steht’s um die im Aufbau befindliche sozialistische Partei PSUV? Weitere Verstaatlichungen.
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Vortrag: 129a – „Unter Terrorismusverdacht…“

Dr. Andrej Holm – Beschuldigter im §129a-Verfahren gegen die sogenannte „militante gruppe“ (mg) im Vorfeld des G8 Gipfels 2007 – berichtet über seine Erfahrungen mit staatlicher Repression.

http://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Holm
http://einstellung.so36.net/

29.04.2008, 19:00 Uhr Rothaus Chemnitz, Lohstraße 2

Eine VA des Rothauses in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe Chemnitz

Zum Hundertneunzigsten: Über die Aktualität von Marx neben Marx.

Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Staatensystems sah es so aus, als hätte sich der Kapitalismus weltweit und auf alle Zeit als alternativloses Wirtschaftssystem und Gesellschaftsmodell durchgesetzt. Marx wurde als unzeitgemäß, vermeintlich von der Praxis widerlegt verworfen und totgesagt. Resignation in der “Linken” machte sich breit und eine Gesellschaft jenseits kapitalistischer Zumutungen erschien und erscheint den meisten Menschen nur noch als eine völlig realitätsferne Utopie. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger. Im Gegenteil zur Rede von einem “Ende der Geschichte” machte die jüngere Vergangenheit deutlich, dass der Kapitalismus auch nach seinem scheinbaren Sieg weiterhin mit Kriegen, Krisen und Verelendung einhergeht. Diese Entwicklungen wurden von verschiedenen Bewegungen aufgegriffen und zum Ansatzpunkt von Kritik gemacht. Insbesondere die “globalisierungskritische” Protestbewegung wurde in diesem Zusammenhang zu einem Akteur des Widerstandes gegen – gegen was eigentlich? Und wofür? (mehr…)

Referat: Antisemitismus in der Linken

Referent: Peter Ullrich, Leipzig

Der Vortrag gibt einen Überblick über das Verhältnis der Linken zum Judentum, Zionismus, Antisemitismus. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, unter welchen Bedingungen es in der Linken zu genuin rechten (also bspw. antisemitischen) Deutungsmustern kommen kann, wie diese wirken und historisch gewirkt haben. (mehr…)